RSDS – refugee sucht das Super-Gadget – Teil 1
Eigentlich bin ich ja mit meinem aktuellen Mobiltelefon (Nokia E51, siehe Bild links) ganz zufrieden, denn seine Hauptaufgabe – die Mobiltelefonie – erledigt es sehr gut. Die Akkulaufzeiten sind gut, solange man sich nicht extensiv via 3G online vergnügt. Im Hintergrund pollende Programme (z.B. mit Twitter-Updates) können den Akku dann schon mal fix innerhalb eines normalen Tages entleeren. Die Haptik des E51 ist auch gefällig – nicht zuletzt durch die ordentliche Tastatur.
Aber ich frage mich, womit ich das in naher Zukunft ersetzen kann – zumal meine Ansprüche an ein solches Gerät mit der Zeit auch wachsen.
Das Nokia E51 ist ja schon mit seinen Zusatzfähigkeiten (PIM – ToDo-, Notiz-, Termin-, Adressverwaltung) ein SmartPhone. Wobei viele dieser PIM-Funktionen, die damals einen PDA (Do you remember the Palm PDAs?) ausgezeichnet haben, auch schon bereits Einzug in die normalen Mobiltelefone gefunden haben. Die heutigen Erwartungen des Durchschnittsgeeks an ein SmartPhone sind jedoch deutlich höher. Wenn ich mal die breitgefächerten Anforderungen und Ansprüche aus meinem Dunstkreis aufsummiere kommen da: UMTS, besser noch HSDPA, WLAN, ein ordentlicher E-Mail-Client, ein leistungsfähiger Browser (am besten mit Unterstützung dieser Flash-Seuche), ein schnelles und zuverlässiges GPS, ein reichhaltiges, ausgewogenes Angebot an Zusatzsoftware, ein möglichst großes und hoch-auflösendes Display, sowie eine Kamera mit Autofokus und guter Bildqualität (schnappschußtauglich), ausklappbare QWERTZ-Tastatur und ein Touchscreen zusammen. Wobei die meisten Mobiltelefonhersteller bei letzterem auch dem MegaPixel-Wahn verfallen anstatt sich mal mehr um ’s Bildrauschen zu kümmern. Zum Stichtwort Bildqualität und Bildrauschen möge man auch mal beim wusel vorbeischauen und sein Handycam-Shootout für ein extremes Beispiel lesen.
Das SmartPhone sollte für die Synchronisation nicht an irgendwelche Online-Dienste gebunden und besonders nicht nur an einen einzigen Online-Dienst gebunden sein oder besser noch als einfachste Lösung den heimischen Desktop zur Synchronisation verwenden. Lesen sie hierzu auch die Leiden des jungen tbals aka “Die Kalenderseuche“. Wobei der Trend dahin geht alles “ins Netz” zu schieben, um von überall darauf zugreifen zu können.
Momentan finde ich das Angebot an SmartPhones noch nicht wirklich erfüllend. Als altes Gewohnheitstier hänge ich ja noch immer an Symbian als OS für meine Mobilfunkgurke und somit auch an Nokia. Was mich an den Symbian-Geräten wirklich stört ist, daß jedes dieser Geräte trotz gleichem OS doch sehr unterschiedlich bei der mitgelieferten Software und Funktionalität ist – allein wenn man sich mal Symbian Series 60 (3rd) betrachtet. Es muß auch ein Riesenspaß für die Nokia-Entwickler sein die Anwendungen/Einstellungen bei jedem Mobiltelefon woanders im Menü zu verstecken. Wirklich großartig, Jungs…
Als Beispiel für den unterschiedlichen Funktionsumfang aus meiner persönlichen Erfahrung sie die Möglichkeit genannt aufgenommene Bilder “einfach” in eine Online-Galerie wie flickr zu stellen. Mein altes Nokia N81 bietet da eine Möglichkeit von Haus aus (Online Share, direkt aus der Galerie raus). Beim Nokia E51 sucht man diese Möglichkeit vergebens. Da kann man sich aber per Zusatzsoftware (wie z.B. ShoZu) behelfen. Auch wenn die E-Series nun für Business-People konzipiert wurde und die N-Series für die Multimedia-Geeks – warum kann so eine popelige Funktion nicht auch in die E-Series reinpacken? Vermutlich schämt man sich nur wg. der “tollen” Kameras der E-Series… dunno. Für mich ist es jedenfalls nicht nachvollziehbar.
Ich bin schon gespannt auf das Nokia N97. Wobei ich noch nicht überzeugt bin, daß es “mein Ding” werden könnte. Nette Verbesserungen zu meinen bisherigen Nokia-Mobiltelefonen sind auf jeden Fall: ein Touchscreen, eine ausklappbare QWERTZ-Tastatur, ein großes Display, eingebautes GPS und eine (hoffentlich) bessere Kamera. Nachdem ich ja nun mein Nokia N810 aufgrund seiner Tastatur und seines Touchscreens lieben gelernt habe, möchte ich nicht mehr nur mit einen Tastenkreuz über umfangreiche Web-Seiten und insbesondere Formulare navigieren. Aber das Nokia Internet Tablet hat halt (noch) kein UMTS. Das Netz munkelt, es würde einen Nachfolger mit UMTS (Nokia Sparrow) geben – wohl aber nicht mehr in diesem Jahr.
Es gibt da noch andere SmartPhones mit denen ich mich auseinandergesetzt habe. Um die Aufmerksamkeit des geneigten Lesers nach >600 Worten nicht noch mehr zu strapazieren, folgt die Fortsetzung hier in Kürze.

14. Apr, 2009 







Autor
Das Palm Pre wird’s bringen. Dafür schicke ich dann auch meinen Treo in Rente.
Ja. Auf den Palm Pre bin ich auch sehr gespannt als alter Palm-Jünger. Auf den Palm Pre werde ich auch im letzten Teil dieser Post-Reihe eingehen.