Die Geschichte von dem Frosch im Milchtopf

Fielen einmal zwei Frösche in einen Milchtopf. Der eine dachte eher rational und begriff sofort, dass es keinen Sinn hatte, sich zu widersetzen, dass Schicksal kann man ohnehin nicht betrügen. Wer weiß, vielleicht gibt es ja ein Leben nach dem Tod, wozu sich also noch anstrengen und irgendwelche vergeblichen Hoffnungen hegen? Also rührte er sich nicht und ging unter. Der zweite Frosch war wahrscheinlich blöde. Oder Atheist. Jedenfalls fing er an, wie wild zu strampeln. Man hätte sich fragen können, wozu eigentlichen, wenn sowieso alles bereits vorbestimmt war? Aber er strampelte und strampelte immer weiter. Bis er die Milch zu Butter getreten hatte. Und dann ist er rausgeklettert…

aus “Metro 2033″ von Dmitri Glukhovsky

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